Was bedeutet „Above the fold“?
Der Begriff „Above the fold“ ist ein Klassiker, der den Sprung vom analogen Papier in das digitale Webdesign geschafft hat. Er beschreibt den Bereich einer Webseite, den ein Besucher sieht, bevor er anfängt zu scrollen.
Woher kommt der Begriff?
Ursprünglich stammt der Ausdruck aus dem Zeitungswesen. Zeitungen wurden am Kiosk oft in der Mitte gefaltet („fold“) ausgelegt. Die wichtigsten Schlagzeilen und Aufmacher mussten sich in der oberen Hälfte befinden – also „über dem Falz“ – um die Kaufentscheidung der Vorbeigehenden im Bruchteil einer Sekunde zu triggern.
Die Bedeutung im Webdesign
Im digitalen Raum gibt es zwar kein physisches Papier, aber das Prinzip bleibt gleich: Der erste Bildschirm-Ausschnitt ist deine digitale Visitenkarte.
- Der erste Eindruck: Nutzer entscheiden oft innerhalb von 0,05 Sekunden, ob eine Seite für sie relevant ist oder ob sie den „Zurück“-Button klicken.
- Conversion Rate: Wichtige Elemente wie deine Value Proposition (Nutzerversprechen) oder ein direkter Call-to-Action (Handlungsaufforderung) sollten hier platziert sein, um die Absprungrate gering zu halten.
- SEO-Relevanz: Auch für Google spielt dieser Bereich eine Rolle. Der „Largest Contentful Paint“ (LCP), ein wichtiger Core Web Vital, misst oft, wie schnell das größte Element in genau diesem sichtbaren Bereich lädt.
Gibt es die „Fold“ heute noch?
Ja und nein. Durch die unzähligen Bildschirmgrößen – vom riesigen Desktop-Monitor bis zum kleinen Smartphone – gibt es keine feste Linie mehr, die bei allen Nutzern an der gleichen Stelle sitzt (z.B. bei 600 Pixeln).
Deshalb gilt heute eher das Prinzip der Priorisierung: Packe das Wichtigste nach oben, aber animiere den Nutzer visuell dazu, weiter nach unten zu scrollen („Below the fold“), wo die tiefergehenden Informationen warten.
Zusammenfassung
„Above the fold“ ist der wichtigste Immobilien-Grund, den du auf deiner Website besitzt. Nutze ihn weise, überlade ihn nicht und sorge dafür, dass der Nutzer sofort versteht, worum es geht.

