Theme Customizer
Der WordPress Theme Customizer ist über Jahre hinweg die zentrale Anlaufstelle gewesen, um das visuelle Erscheinungsbild deiner Website anzupassen, ohne direkt im Code wühlen zu müssen. Er fungiert als eine Art Live-Editor: Du änderst links eine Einstellung, und rechts siehst du in einer Vorschau sofort, wie das Ergebnis aussieht – noch bevor du auf „Veröffentlichen“ klickst.
Auch wenn sich WordPress mit dem Full Site Editing (FSE) stark wandelt, bleibt der Customizer für viele klassische Themes und Hybrid-Themes ein wichtiges Werkzeug.
Was du im Customizer typischerweise erledigst
Je nach Theme bietet der Customizer unterschiedliche Optionen an. Die Klassiker sind aber fast immer dabei:
- Website-Identität: Hier lädst du dein Logo hoch, legst das Favicon (das kleine Icon im Browser-Tab) fest und änderst den Titel sowie den Untertitel der Seite.
- Farben und Design: Viele Themes lassen dich hier die Primärfarben, Hintergrundfarben oder das Layout (z.B. Boxed vs. Fullwidth) definieren.
- Menüs und Widgets: Bei klassischen Themes verwaltest du hier, welches Menü im Header oder Footer angezeigt wird und was in der Seitenleiste passiert.
- Startseiten-Einstellungen: Du legst fest, ob deine Startseite die letzten Blogbeiträge zeigt oder eine statische Seite sein soll.
- Zusätzliches CSS: Das ist der Notausgang für Entwickler. Hier kannst du kleine CSS-Schnipsel einfügen, um Design-Details zu überschreiben, die das Theme von Haus aus nicht als Option anbietet.
Wichtig zu wissen: Der Wandel zu Block-Themes
Wenn du ein ganz modernes „Block-Theme“ (wie Twenty Twenty-Four) nutzt, wirst du dich wundern: Der Customizer wirkt plötzlich fast leer.
Das ist kein Fehler, sondern Absicht. Bei modernen Block-Themes verlagert sich die Arbeit in den „Website-Editor“ (Site Editor). Der alte Customizer wird dort nur noch für absolute Basis-Einstellungen oder Legacy-Funktionen benötigt. Prüfe also immer, welche Art von Theme du nutzt, bevor du verzweifelt nach den Farbeinstellungen im Customizer suchst.
Mein Tipp für die Nutzung
Nutze das Feld „Zusätzliches CSS“ im Customizer nur für kleine Korrekturen. Wenn du anfängst, dort hunderte Zeilen Code reinzuschreiben, wird die Verwaltung deiner Seite schnell unübersichtlich. Solche großen Änderungen gehören in ein Child-Theme oder ein separates Plugin, damit das Ganze sauber aufgesetzt bleibt.

