JPEG / JPG – Der ewige Standard für Fotos im Web
Wenn wir über Bilder im Netz sprechen, kommen wir an diesem Format nicht vorbei. Egal ob du eine Website betreibst, Fotos per eMail verschickst oder Schnappschüsse mit dem Smartphone machst: Das JPEG ist überall. Aber ist es auch immer die beste Wahl für deine Website? Schauen wir uns das mal genauer an.
Was ist JPEG eigentlich?
Die Abkürzung steht für „Joint Photographic Experts Group“. Klingt sperrig, bedeutet in der Praxis aber vor allem eines: Komprimierung. Das Format wurde entwickelt, um digitale Fotos so klein zu rechnen, dass sie speicherbar und versendbar werden, ohne dass das menschliche Auge sofort massive Qualitätsverluste bemerkt.
Das Verfahren ist „verlustbehaftet“. Das heißt, jedes Mal, wenn ein JPEG gespeichert wird, gehen Bildinformationen verloren. Das Ziel ist die perfekte Balance zwischen Dateigröße (Ladezeit!) und optischer Qualität.
Gibt es einen Unterschied zwischen .jpg und .jpeg?
Kurze Antwort: Nein.
Die unterschiedlichen Endungen sind ein Relikt aus alten Windows-Zeiten (MS-DOS), wo Dateiendungen nur 3 Zeichen lang sein durften. Windows nutzte .jpg, Macintosh nutzte .jpeg. Technisch ist es exakt dasselbe Format. Du kannst die Endung einfach umbenennen, und das Bild funktioniert weiterhin.
Wann du JPEG nutzen solltest (und wann nicht)
Nicht jedes Bildformat passt für jeden Zweck. Hier eine kurze Checkliste für deine Website:
- 1. Fotos und komplexe Bilder: Hier ist JPEG der König. Durch die Komprimierung kannst du ein 5MB Foto oft auf unter 200KB drücken, ohne dass es auf dem Smartphone pixelig aussieht.
- 2. Logos und Grafiken: Finger weg von JPEG. Hier brauchst du scharfe Kanten. JPEGs neigen bei harten Kontrasten zu „Artefakten“ (dieses kriselige Rauschen um Buchstaben). Hier sind SVG oder PNG besser.
- 3. Transparenz: Brauchst du einen durchsichtigen Hintergrund? Dann ist JPEG raus. Das Format unterstützt keine Transparenz und füllt Hintergründe immer weiß (oder in einer anderen Farbe) auf.
Der roehler.nrw Profi-Tipp
Auch wenn JPEG der Standard ist, rutschen wir im modernen Webdesign immer öfter zu neueren Formaten wie WebP. Das wird mittlerweile von allen modernen Browsern unterstützt, bietet bei gleicher Qualität oft noch kleinere Dateigrößen und unterstützt sogar Transparenz.
Mein Rat: Lade deine Originalbilder (gerne als hochwertiges JPEG) hoch, aber nutze ein Plugin oder serverseitige Tools, die diese für die Ausspielung im Browser automatisch in WebP umwandeln. So bleibt dein Backend sauber und deine Ladezeiten kurz.

