Cache

Was ist eigentlich ein Cache?

Wenn wir über Performance reden, fällt dieses Wort ständig. Aber was macht ein Cache eigentlich genau? Stell es dir wie ein Kurzzeitgedächtnis für deine Website vor. Oder noch praktischer: Wie einen Rucksack, den du bei einer Wanderung dabei hast.

Statt für jeden Schluck Wasser zurück zur Quelle zu laufen (Server-Anfrage), greifst du einfach schnell in die Seitentasche (Cache). Das Ergebnis: Du bist schneller am Ziel.

In der technischen Realität speichert der Cache temporär Daten wie Bilder, HTML-Dateien oder Skripte. Wenn ein Besucher deine Seite aufruft, muss der Browser diese Daten nicht erst mühsam vom Server anfordern und neu berechnen, sondern zieht sie blitzschnell aus dem Zwischenspeicher.

Warum du einen Cache brauchst

Ohne Cache muss dein Server jedes Mal Schwerstarbeit leisten. Er muss die Datenbank abfragen, das Design zusammenbauen und alles an den Browser schicken. Das kostet Zeit. Mit einem sauber konfigurierten Caching passiert folgendes:

  • Geschwindigkeit: Deine Seite lädt in unter 1s statt in 3s. Das freut nicht nur die Nutzer, sondern auch Google.
  • Serverlast: Dein Hosting wird geschont, weil weniger komplexe Anfragen verarbeitet werden müssen.
  • User Experience: Niemand wartet gerne. Lädt der Shop zu langsam, sind die Kunden weg.

Die zwei Seiten der Medaille

Es gibt meistens zwei Arten, die hier zusammenarbeiten:

  • Browser-Cache: Das passiert lokal auf dem Gerät deines Besuchers. Der Chrome oder Safari merkt sich: „Aha, das Logo habe ich schon, das lade ich nicht nochmal neu.“
  • Server-Cache: Hier helfen Plugins (wie WP Rocket), die fertige HTML-Seiten vorhalten, damit WordPress nicht bei jedem Klick die ganze Datenbank durchwühlen muss.

Wenn der Cache nervt

Vielleicht kennst du das Phänomen: Du hast ein Bild auf der Website getauscht, schaust es dir an, aber es ist immer noch das alte Bild da. Da rutscht einem kurz das Herz in die Hose, weil man denkt, man hätte was kaputtgemacht.

Entwarnung: Das ist nur der Cache. Dein Browser (oder der Server) hält noch an der alten Version fest, weil er denkt, die ist noch aktuell.

Die Lösung: Du musst den Cache leeren („purgen“) oder die Seite „hart“ neu laden. Danach zieht sich das System die frischen Daten und die Änderung ist sichtbar.

Fazit

Ein Cache ist unverzichtbar für jede professionelle Website, besonders im eCommerce. Er muss aber sauber aufgesetzt sein, damit er dir bei Änderungen nicht im Weg steht. Wenn alles richtig läuft, merken deine Besucher nichts davon – außer, dass alles verdammt schnell geht.