Aktualisiert: 22. Oktober 2026
Die meisten Steuerkanzleien haben ein Luxusproblem: Mandanten gibt es genug, Mitarbeiter zu wenig. Trotzdem lohnt sich eine gute Website gerade für Kanzleien – nur aus anderen Gründen, als viele denken. Sie soll die richtigen Mandanten anziehen, Bewerber überzeugen und dem Team Arbeit abnehmen.
Hier erfährst du, was eine Steuerberater-Website braucht, welche Seiten und Funktionen sinnvoll sind und was sie kostet.
Die drei Aufgaben einer Kanzlei-Website
1. Die passenden Mandanten gewinnen. Nicht jeder Mandant passt zu jeder Kanzlei. Wer klar zeigt, auf wen er spezialisiert ist – etwa Ärzte, Handwerksbetriebe, Gründer oder Immobilienbesitzer –, bekommt mehr passende und weniger unpassende Anfragen.
2. Mitarbeiter gewinnen. Steuerfachangestellte und Berufseinsteiger schauen sich die Website genau an, bevor sie sich bewerben. Eine Karriereseite mit echten Einblicken ins Team, Arbeitszeitmodellen und einem einfachen Bewerbungsweg ist für viele Kanzleien heute wichtiger als jede Leistungsseite.
3. Arbeit abnehmen. Häufige Fragen beantworten, Unterlagen-Checklisten bereitstellen, Termine online buchen lassen, zum Mandantenportal verlinken – jede Frage, die die Website beantwortet, spart einen Anruf.
Welche Seiten eine Steuerberater-Website braucht
| Seite | Was rein gehört |
|---|---|
| Startseite | Für wen ihr da seid, was euch ausmacht, Kontakt und Erreichbarkeit |
| Leistungen nach Zielgruppen | z. B. Unternehmen, Selbstständige, Privatpersonen, Existenzgründer – je eine Seite |
| Team | Fotos, Qualifikationen, Ansprechpartner pro Bereich |
| Karriere | Stellen, Einblicke, Benefits, Bewerbung in wenigen Minuten |
| Mandanten-Service | Link zum Mandantenportal (z. B. DATEV), Unterlagen-Checklisten, Downloads |
| Kontakt / Termin | Telefon, E-Mail, Online-Terminbuchung, Anfahrt, Öffnungszeiten |
| Impressum und Datenschutz | inklusive der berufsrechtlichen Angaben |
Funktionen, die sich für Kanzleien lohnen
1. Online-Terminbuchung für Erstgespräche – spart Telefon-Pingpong.
2. Bewerbungsformular ohne Anschreiben-Pflicht: Name, Kontakt, Lebenslauf hochladen, fertig.
3. Unterlagen-Checklisten (z. B. für die Einkommensteuererklärung) als Seite oder PDF.
4. Gut sichtbarer Link zum Mandantenportal, damit niemand anrufen muss, um ihn zu finden.
5. Schnelle Ladezeit und mobile Ansicht – viele Bewerber schauen sich die Seite am Handy an.
Gefunden werden: lokale Sichtbarkeit
Wer einen Steuerberater sucht, sucht fast immer lokal: „Steuerberater Bonn“ oder „Steuerberater für Ärzte Köln“. Dafür zählen vor allem:
1. Ein vollständiges Google-Unternehmensprofil mit Fotos, Öffnungszeiten und Bewertungen.
2. Ort und Spezialisierung in Seitentiteln und Texten.
3. Eigene Seiten für jede Zielgruppe statt einer langen Liste aller Leistungen.
4. Eine schnelle, technisch saubere Website – wie du die Ladezeit verbesserst, steht in meinem Beitrag Ladezeit der Website verbessern.
Checkliste für deine Kanzlei-Website
1. Steht oben auf der Startseite, für wen eure Kanzlei da ist?
2. Gibt es echte Teamfotos statt Stockfotos?
3. Kann man in unter einer Minute einen Termin anfragen?
4. Gibt es eine Karriereseite mit Einblicken und einfacher Bewerbung?
5. Ist das Mandantenportal mit einem Klick erreichbar?
6. Funktioniert alles auf dem Handy?
7. Lädt die Seite in unter drei Sekunden?
8. Sind Impressum und Datenschutz vollständig?
Was kostet eine Website für Steuerberater?
Eine Kanzlei-Website mit Leistungs-, Team- und Karriereseiten liegt bei mir meist im Paket „Gründung“ ab 5.000 € oder „Etabliert“ ab 7.500 € (exkl. USt.) – je nachdem, wie viele Zielgruppen- und Leistungsseiten es werden und ob Funktionen wie Terminbuchung oder Bewerbungsformular dazukommen. Im Preisrechner kannst du das selbst durchspielen. Allgemeine Infos zu Ablauf und Kosten findest du in meinem Beitrag Firmenwebsite erstellen lassen.
Häufige Fragen
Brauchen wir als Kanzlei überhaupt neue Mandanten über die Website?
Vielleicht nicht viele – aber die richtigen. Und fast jede Kanzlei braucht Mitarbeiter. Die Website ist für beides der erste Eindruck.
Können wir die Website selbst pflegen?
Ja. Mit WordPress könnt ihr Texte, Stellenanzeigen und Teamfotos selbst ändern. Updates und Sicherheit übernehme ich auf Wunsch per Wartungsvertrag.
Wie lange dauert ein Relaunch?
Meist 4–8 Wochen. Am meisten Zeit kosten erfahrungsgemäß Texte und Teamfotos – die sollte man früh einplanen.
Neue Website für deine Kanzlei?
Ich bin Robin, WordPress-Freelancer aus Bonn. Wenn du wissen willst, was eure Kanzlei-Website besser machen könnte, buch dir ein kostenloses Erstgespräch oder schreib mir an mail@roehler.nrw.

