Was ist eine XML Sitemap?
Stell dir vor, du besuchst eine riesige Bibliothek ohne Katalog. Du würdest ewig suchen, um ein bestimmtes Buch zu finden. Genau so geht es Suchmaschinen wie Google, wenn sie auf deine Website kommen. Eine XML Sitemap ist dabei der Bibliothekskatalog.
Technisch gesehen ist es eine Datei (im Format „Extensible Markup Language“), die alle wichtigen URLs deiner Website auflistet. Sie ist nicht für deine menschlichen Besucher gedacht, sondern dient rein der Kommunikation mit Suchmaschinen-Bots. Sie hilft Google, Bing und Co. dabei, deine Seitenstruktur zu verstehen, neue Inhalte schneller zu entdecken und intelligent zu crawlen.
Warum du eine Sitemap brauchst
Auch wenn Google heute sehr schlau ist, solltest du dich nicht darauf verlassen, dass der Bot jede Unterseite von allein findet. Gerade bei komplexen Strukturen oder neuen Websites ist die Sitemap die Lebensversicherung für deine Sichtbarkeit.
- Vollständigkeit: Sie stellt sicher, dass Google von jeder Seite weiß, die du indexiert haben möchtest.
- Aktualität: Die Sitemap liefert Informationen darüber, wann eine Seite zuletzt geändert wurde (das „Last Modified“-Datum). Das signalisiert dem Bot, dass es hier etwas Neues zu lesen gibt.
- Priorisierung: Du kannst theoretisch angeben, wie wichtig bestimmte URLs im Vergleich zu anderen sind, auch wenn Google dieses Signal mittlerweile eher als Empfehlung betrachtet.
So funktioniert es in WordPress
Die gute Nachricht ist: Du musst keine XML-Dateien manuell schreiben. Da wir in der Regel WordPress nutzen, wird das meistens automatisiert erledigt.
- WordPress Core: Seit Version 5.5 erstellt WordPress standardmäßig eine sehr einfache Sitemap.
- SEO Plugins: Wenn du Tools wie Rank Math oder Yoast SEO nutzt (was ich für eine saubere Konfiguration empfehle), übernehmen diese den Job. Sie erstellen dynamische Sitemaps, die sich automatisch aktualisieren, sobald du einen Beitrag veröffentlichst oder löschst.
Wichtig zu wissen: Die Google Search Console
Es reicht nicht, die Datei nur auf dem Server zu haben. Damit die Strategie aufgeht, musst du die Sitemap aktiv bei Google einreichen.
Das passiert in der Google Search Console. Dort hinterlegst du den Link zu deiner Sitemap (meistens deinedomain.de/sitemap_index.xml). Das ist der direkte Draht zu Google, um zu sagen: „Hier ist mein neuer Content, bitte einmal vorbeischauen.“ Gerade für eCommerce Shops oder große Blogs ist das der schnellste Weg, um neue Produkte oder Artikel in die Suchergebnisse zu bekommen.

