Taxonomy

Taxonomy (Taxonomie)

Wenn du das Wort „Taxonomie“ hörst, denkst du vielleicht zuerst an Biologieunterricht. Im WordPress-Kontext ist es aber eines der wichtigsten Werkzeuge, um deine Inhalte sauber zu strukturieren. Kurz gesagt: Eine Taxonomy ist eine Methode, um Dinge zu gruppieren.

Ohne eine vernünftige Taxonomie wird deine Website schnell zu einem digitalen Wühltisch. Niemand findet mehr was, und Google versteht den Zusammenhang deiner Inhalte nicht. Wir müssen also Ordnung reinbringen.

Die zwei Standard-Typen in WordPress

WordPress liefert ab Werk zwei Hauptarten von Taxonomien, die du wahrscheinlich schon nutzt, vielleicht ohne genau über den Unterschied nachzudenken:

  1. Kategorien: Diese sind hierarchisch aufgebaut. Stell dir das wie das Inhaltsverzeichnis eines Buches oder Ordner auf deinem Computer vor. Du kannst eine Hauptkategorie haben (z.B. „News“) und Unterkategorien (z.B. „Intern“, „Presse“). Ein Beitrag sollte immer mindestens einer Kategorie zugeordnet sein.
  2. Schlagwörter (Tags): Diese sind nicht hierarchisch. Es gibt keine „Unter-Schlagwörter“. Sie funktionieren eher wie der Index am Ende eines Buches oder Hashtags auf Social Media. Sie verbinden Beiträge thematisch quer über verschiedene Kategorien hinweg.

Warum ist das wichtig?

Viele Nutzer machen den Fehler und legen für jeden Begriff eine neue Kategorie an oder nutzen Tags inflationär. Das sorgt für „Duplicate Content“ Probleme bei Google und verwirrt deine Besucher.

Eine saubere Strategie bringt dir zwei Vorteile:

  • Usability: Deine Besucher finden schneller, was sie suchen, weil die Navigation logisch aufgebaut ist.
  • SEO: Suchmaschinen verstehen durch die Hierarchie (Kategorien) und die thematische Verknüpfung (Tags), worum es auf deiner Seite wirklich geht und welche Inhalte zusammengehören.

Custom Taxonomies

Wenn die Standard-Bordmittel nicht reichen, kommen „Custom Taxonomies“ ins Spiel. Das ist oft der Fall, wenn wir komplexere Projekte oder eCommerce Lösungen umsetzen.

Ein Beispiel aus der Praxis: Du hast eine Immobilien-Seite.

  • Die Kategorie ist „Wohnung“ oder „Haus“.
  • Eine Custom Taxonomy wäre „Ausstattung“ (mit Werten wie „Balkon“, „Garage“, „Einbauküche“).

So kannst du Daten extrem präzise filtern, ohne die normale Kategoriestruktur zu sprengen.

Mein Tipp für die Praxis

Bevor du wild Inhalte erstellst, nimm dir Zettel und Stift. Skizziere deine Struktur. Wenn du merkst, dass du zu viele Kategorien hast, rutschen die Themen wahrscheinlich eher in den Bereich der Tags oder du brauchst eine Custom Taxonomy. Weniger ist hier oft mehr, um das System langfristig performant zu halten.