Widgets

Was sind eigentlich Widgets?

Wenn du dich im WordPress-Backend bewegst, stolperst du früher oder später über den Begriff „Widgets“. Klingt technisch, ist aber eigentlich ganz simpel. Stell dir Widgets als kleine, modulare Funktions-Bausteine vor. Sie ermöglichen es dir, Inhalte und Funktionen an fest definierten Bereichen deiner Website hinzuzufügen, ohne dass du auch nur eine Zeile Code schreiben musst.

Klassischerweise waren diese Bereiche die Seitenleiste (Sidebar) oder der Footer (Fußbereich) deiner Seite. Du konntest per Drag & Drop einfach einen Kalender, eine Suchleiste oder die neuesten Beiträge dort reinziehen.

Wozu nutzt man Widgets heute?

Auch wenn sich die Technik dahinter mit dem Gutenberg-Editor etwas gewandelt hat, bleibt das Ziel gleich: Wir wollen dem Nutzer an zentralen Stellen Mehrwert bieten. Typische Einsatzzwecke sind:

    1. Navigation und Struktur: Ein Inhaltsverzeichnis in der Sidebar oder ein Menü mit rechtlichen Links (Impressum, Datenschutz) im Footer.
    1. Direkte Interaktion: Eine Suchmaske, damit Besucher Inhalte schneller finden, oder ein Kalender für Events.
    1. Marketing und Bindung: Das Anmeldeformular für deine eMail-Liste oder Links zu deinen Social Media Profilen.
    1. Content-Teaser: Eine Liste der „beliebtesten Beiträge“ oder „neueste Produkte“, um die Verweildauer auf der Seite zu erhöhen.

Vom klassischen Widget zum Block-Widget

Wichtig zu wissen: Seit WordPress 5.8 hat sich die Widget-Verwaltung massiv verändert. Früher gab es eine starre Liste an verfügbaren Widgets. Heute ist der Widget-Bereich im Grunde ein weiterer Gutenberg-Editor.

Das bedeutet für dich: Du bist nicht mehr auf die alten „Standard-Widgets“ beschränkt. Du kannst theoretisch jeden Gutenberg-Block (Absätze, Bilder, Galerien, Buttons) in deine Widget-Bereiche (Sidebar/Footer) packen. Das macht das Ganze extrem flexibel, kann aber am Anfang verwirrend sein, wenn man noch die alte Ansicht gewohnt ist.

Mein Tipp für die Praxis

Überlade deine Widget-Bereiche nicht. Gerade auf dem Smartphone rutschen Sidebars oft ganz ans Ende der Seite unter den eigentlichen Inhalt. Wenn du dort dann 20 verschiedene Widgets platziert hast, wird die Seite unnötig lang und langsam. Konzentriere dich auf das Wesentliche: Suche, wichtige Kategorien und vielleicht eine kurze „Über mich“-Bio reichen meist völlig aus.