Sidebar
Was ist das eigentlich?
Die Sidebar ist der klassische Seitenbereich einer Website, der links oder rechts neben dem eigentlichen Hauptinhalt (Content) steht. Früher war das der Standard für fast jeden Blog und jede Nachrichtenseite. Hier fanden sich Widgets, Kategorien, das Archiv, die Suche oder Werbung.
Heute müssen wir das Thema etwas differenzierter betrachten. Webdesign hat sich gewandelt, vor allem durch den „Mobile First“-Ansatz.
Das Problem mit dem Smartphone
Auf einem Desktop-Monitor (breiter Screen) ist die Sidebar super praktisch. Sie nutzt den Platz an der Seite, der sonst leer wäre. Aber: Auf dem Smartphone gibt es keinen Platz neben dem Text.
Das passiert technisch: Die Sidebar rutscht auf mobilen Geräten unter den eigentlichen Inhalt. Das bedeutet, dass wichtige Informationen, die du dort platziert hast (z.B. die Anmeldung zum Newsletter oder Kontaktinfos), vom Nutzer erst gesehen werden, wenn er ganz nach unten gescrollt hat. Und sind wir ehrlich: Das machen die wenigsten.
Wann eine Sidebar heute noch Sinn macht
Wir sollten eine Sidebar nicht pauschal streichen, sondern sie strategisch sauber aufsetzen. Hier sind Szenarien, wo sie hilft:
- 1. Blog-Artikel & Magazine: Um dem Leser weitere, relevante Artikel vorzuschlagen oder eine Inhaltsangabe (Table of Contents) mitlaufen zu lassen.
- 2. eCommerce Shops: Im Shop-Bereich ist die Sidebar essenziell für Filter (Größe, Farbe, Preis), damit der Kunde schnell findet, was er sucht.
- 3. Sticky Elements: Wenn die Sidebar beim Scrollen „mitläuft“ (sticky ist), bleibt ein Call-to-Action (z.B. „Jetzt Termin buchen“) permanent sichtbar.
Fazit für deine Website
Für reine Image-Seiten oder Startseiten (Landingpages) lassen wir die Sidebar oft weg. Wir wollen „Full Width“ gehen, also die volle Breite nutzen, um den Fokus lenken zu können, ohne Ablenkung am Rand. Für Blogs oder komplexe Verzeichnisse hat sie aber absolut ihre Daseinsberechtigung – wenn wir sie mobiltechnisch richtig einplanen.

