RSS Feed – Warum diese „alte“ Technik dein Business automatisiert
Wenn wir über moderne Webtechnologien sprechen, wird eine Abkürzung oft belächelt oder als tot erklärt: RSS. Dabei ist „Really Simple Syndication“ (so die Langform) im Hintergrund aktiver denn je. Ohne RSS würden Podcasts nicht funktionieren und viele Automatisierungen würden stillstehen.
Was ist ein RSS Feed eigentlich?
Technisch gesehen ist ein RSS Feed eine XML-Datei. Das klingt trocken, ist aber extrem nützlich. Diese Datei liest den Inhalt einer Webseite (z.B. neue Blogbeiträge) aus und stellt sie in einer standardisierten Struktur zur Verfügung.
Stell es dir wie ein Abo-Modell für Daten vor: Anstatt dass du jeden Morgen fünf verschiedene Webseiten besuchst, um zu prüfen, ob es Neuigkeiten gibt, „pusht“ der RSS Feed die neuen Inhalte automatisch dorthin, wo du sie haben willst.
Wofür nutzen wir das heute noch?
Die Zeiten, in denen jeder einen klassischen „RSS-Reader“ im Browser installiert hatte, sind zwar vorbei, aber die Technik arbeitet heute meist unsichtbar im Maschinenraum:
- Podcasts: Deine Lieblings-Show auf Spotify oder Apple Podcasts basiert technisch fast immer auf einem RSS Feed. Lädst du eine neue Folge auf deinen Server, signalisiert der Feed den Plattformen: „Hier ist neuer Content“.
- Automatisierung: Wenn du Tools wie Zapier oder Make nutzt, ist RSS Gold wert. Du kannst definieren: „Sobald im RSS Feed von Blog A ein neuer Artikel erscheint, poste den Link automatisch auf LinkedIn“. Das spart massiv Zeit.
- Content Curation: Du kannst Nachrichten aus verschiedenen Quellen bündeln und auf deiner eigenen Intranet-Seite oder in einem Slack-Channel ausspielen lassen.
Warum das für deine Webseite wichtig ist
WordPress erstellt diese Feeds automatisch für dich (meistens unter deinedomain.de/feed). Das ist kein Ballast, sondern eine offene Schnittstelle. Wer seine Inhalte sauber verteilen will, ohne alles manuell zu kopieren, braucht diesen Standard.
Es lohnt sich also, den Feed nicht zu deaktivieren, sondern ihn als Werkzeug zu sehen, um Inhalte effizienter zu streuen.

