FTP (File Transfer Protocol) – Der digitale Hintereingang

Wenn wir an deiner WordPress-Seite arbeiten, fällt früher oder später der Begriff „FTP“. Klingt erst mal technisch trocken, ist aber im Grunde nichts anderes als der digitale Lieferanteneingang deiner Website.

Simpel erklärt: FTP ist der Standardweg, um Dateien von deinem lokalen Computer auf den Webserver zu schieben (und umgekehrt). Stell dir vor, deine Website ist ein Haus. WordPress ist die Inneneinrichtung, die du über die Haustür (das Dashboard) veränderst. FTP ist der Zugang zum Fundament und den Leitungen in der Wand.

Wie das in der Praxis aussieht

Damit der Datenaustausch klappt, braucht es meistens eine spezielle Software auf deinem Rechner, einen sogenannten „FTP-Client“ (wie FileZilla oder Cyberduck). Das Prinzip ist simpel:

  • Links: Deine Festplatte mit deinen lokalen Dateien.
  • Rechts: Der Webspace, auf dem deine Website liegt.
  • Die Aktion: Per Drag & Drop ziehst du Dateien rüber.

Wann wir das brauchen

Im Normalfall regelst du alles über dein WordPress-Dashboard. Aber es gibt Momente, wo wir den direkten Zugriff via FTP benötigen:

  • Der „White Screen of Death“: Wenn ein Plugin-Update deine Seite zerschießt und du dich nicht mehr einloggen kannst, gehen wir über FTP rein und deaktivieren das fehlerhafte Plugin manuell.
  • Große Datenmengen: Wenn wir ein Backup ziehen oder riesige Medien-Dateien hochladen müssen, ist FTP stabiler als der Browser-Upload.
  • Manuelle Anpassungen: Manchmal müssen wir an der wp-config.php oder der .htaccess Datei schrauben, um die Sicherheitseinstellungen sauber aufzusetzen.

Wichtig zu wissen:

Es gibt einen entscheidenden Haken beim klassischen FTP: Die Datenübertragung ist unverschlüsselt. Das bedeutet, Passwörter und Daten könnten theoretisch von Dritten mitgelesen werden.

Deshalb nutzen wir bei roehler.nrw standardmäßig SFTP (Secure File Transfer Protocol). Das „S“ steht hier für die Verschlüsselung. Für dich ändert sich in der Handhabung nichts, aber die Verbindung ist zu 100% abgesichert. Wenn du also Zugangsdaten von deinem Hoster bekommst, achte immer darauf, dass SFTP aktiviert ist.